Leinen über Leinen

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Der Hundemarkt ist groß und er wächst und wächst. Ständig kommen neue Produkte aus den verschiedensten Materialien für die unterschiedlichsten Zwecke auf den Markt. So auch beim Thema Leinen. Deswegen wollen wir euch heute einen kleinen Einblick geben, welche Leine sich für welche Situation am besten eignet und was ihr dabei beachten solltet.

Die normale Stadt-Leine (Führleine)

Diese Leine kennen die meisten von euch, denn sie ist in jedem Hundehaushalt zu finden. In der Regel sind sie 2 m – 2,40 m lang und dreifach verstellbar, sodass man sie kurz tragen, sich umhängen oder aber auch eine Handschlaufe machen kann. Eine andere Variante ist die 1 m lange Leine mit Handschlaufe. Diese Leinen gibt es in unterschiedlichen Breiten und Materialien. Welche für euch die richtige ist, hängt von eurem Gefühl ab, wie sie in der Hand liegt. Lederleinen oder Tauleinen sind sehr beliebt, da diese vom Material sehr weich sind und sich gut greifen. Unser Favorit sind die Leinen aus Biothane. Das Material hat die Haptik von Leder, ist aber im Gegensatz dazu sehr robust, pflegeleicht und verändert seine Struktur über die Jahre nicht. Bei uns findet jeder die passende Leine für sich. Bei unseren Tau- und Biothaneleinen könnt ihr sogar eurer Kreativität freien Lauf lassen, was die Gestaltung eurer Leine angeht. Ob kunterbunt oder mit Gravur – hier ist alles möglich!

Unser Tipp: Achtet bei der Auswahl der Leine auf die Größe des Karabiners und dessen Zuglast. Ein großer Karabiner ist schwerer und hat eine höhere Zuglast als ein kleiner schmaler. Ein Chihuahua sollte also einen kleineren Karabiner an der Leine haben als ein Rottweiler.

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Schleppleine oder Flexileine

Die Schleppleine gibt es auch in unterschiedlichen Farben und Längen. Eine Schleppleine ermöglicht eurem Vierbeiner beim Spazierengehen einen relativ großen Freiraum, je nachdem, wie viel Spielraum ihr mit der Leine zulasst. Dabei ist die Schleppleine gerade für die Hunde wichtig, die gern jagen gehen oder noch keinen zuverlässigen Rückruf können. Sie ist aber auch eine wunderbare Lösung für Orte, in denen es euren Vierbeinern nicht gestattet ist, frei zu laufen.

Die Schleppleine ist auch ein gutes Hilfsmittel, um einen sicheren Rückruf aufzubauen, denn ihr gebt eurem Vierbeiner einen Vertrauensvorsprung und habt gleichzeitig die Sicherheit, dass er nicht weglaufen kann. Eine Schleppleine kann man in jedem Fall gut greifen und bekommt man besser zu fassen als einen davonlaufenden Hund. Unsere Schleppleinen sind aus Biothane – ein robuster, pflegeleichter Kunststoff. So könnt ihr die Schleppleine auch auf dem Boden schleifen lassen und anschließend mit einem feuchten Lappen wieder säubern. Unser Tipp: Nehmt die Schleppleine gern in einer bunten Farbe, so können auch andere Spaziergänger das „Hindernis“ auf dem Boden gut sehen. Des Weiteren sollte die Schleppleine immer an einem Geschirr und nie am Halsband befestigt werden. Ist die Schleppleine am Halsband befestigt, so ist die Verletzungsgefahr sehr hoch, wenn ihr Druck ausübt (zum Beispiel, wenn der Hund auf einmal losrennt oder wenn ihr bei Gefahr auf die Leine tretet).

Die Flexileine soll, wie auch die Schleppleine, dem Hund Raum geben, seinen natürlichen Erkundungsdrang freien Lauf zu lassen. Dabei verspricht sie eine einfache Handhabung für euch als Hundehalter mit einer integrierten Stoppfunktion. Die Flexileine besteht aus einem Kunststoffgehäuse mit einer integrierten Spule, welche die Leine automatisch rauslässt oder einrollt. Im Gegensatz zur Schleppleine kann man so dem Hund Freiraum geben, wenn er nicht in den Freilauf darf, hat aber das Reststück der Leine weder in der Hand noch auf dem dreckigen Boden. Jedoch bringt die Flexileine auch einige Nachteile mit sich, zum Beispiel was die Leinenführigkeit angeht. Durch den Aufbau der Flexileine ist es euch als Hundehalter nicht möglich, einen direkten Kontakt zu eurem Vierbeiner über die Leine aufzubauen. Ihr verliert somit ein Stück Kontrolle über die Interaktion mit eurem Hund. Zu dem verbirgt sich hinter der Flexileine auch eine große Verletzungsgefahr, denn euer Hund weiß nicht, wie lang die Leine ist. Wenn der Hund also in die Leine springt, könnt ihr die Schleppleine schnell fallen lassen, wohingegen man das Plastikgehäuse der Flexileine in der Hand behalten muss, da diese sich sonst in Richtung Hund aufrollen würde. Dies kann gerade in Bezug auf ängstliche Hunde sehr verstörend wirken.

Unser Fazit: Für einen ausgiebigen Spaziergang, bei welchem ihr eurem Vierbeiner Freiraum geben möchtet, ohne ihn abzuleinen, eignet sich die Schleppleine ausgezeichnet. Eine Flexileine ist nur zu empfehlen, wenn euer Vierbeiner auch außerhalb der Leine in gutem Kontakt mit euch steht. Das heißt, wenn ihr die Kommunikation über die Leine nicht braucht.

Retrieverleine

Eine Retrieverleine (auch Moxonleine genannt) ist eine Leine, welche Halsband und Leine miteinander verbindet. Während sich an dem einen Ende eine Handschlaufe befindet, schließt sich die andere Seite mithilfe eines Ringes, durch welchen die Leine läuft, zu einer Schlinge. Um zu verhindern, dass sich die Schlinge selbst löst, befindet sich ein Stopper hinter dem Ring. Ein weiterer Stopper (auch Zugstopp genannt) ist auf der anderen Seite des Ringes in der Schlinge zu finden. Dieser wird so eingestellt, dass die Schlinge wie ein gewöhnliches Halsband anliegt. So verhindert ihr, dass euer Hund seinen Kopf durch die Schlinge ziehen kann oder aber sich selbst verletzt. Ursprünglich wurde die Retrieverleine zur schnellen Befreiung des Vierbeiners beim Jagdtraining genutzt, da der Vierbeiner nach Abnahme nackt ist und damit verhindert wird, dass er an Sträuchern, Baumwurzeln oder anderen Hindernissen hängen bleibt und sich verletzt. Die Leine eignet sich daher gut, wenn ihr mit eurem Vierbeiner Hundesport wie Agility oder Dummytraining macht.

Auch diese Leinen gibt es in unterschiedlichen Stärken und Materialien, zum Beispiel Biothane, Fettleder oder Tau und auch hier kommt es darauf an, was euch zusagt.

Wichtig: Da die Leinen, also auch der Bereich, der um den Hals eures Hundes liegt, meist dünn sind, eignet sich die Retrieverleine nicht für das Leinenführigkeitstraining. Möchtet ihr dieses trotzdem mit einer solchen Leine aufbauen, sprecht das unbedingt mit eurem Hundetrainer ab, denn die Verletzungsgefahr im Kehlkopfbereich ist sehr hoch. Achtet des Weiteren beim Kauf unbedingt auf den Zugstopp an der Retrieverleine, denn ohne diesen ist der Gebrauch der Retrieverleinen nach dem Tierschutzgesetz verboten.

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Kurzführer

Ein Kurzführer ist zum Absichern großer Hunde im Freilauf oder zum engen Führen dieser in verschiedenen Alltagssituationen sehr beliebt. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei einem Kurzführer um eine Handschlaufe mit einem Karabiner am Ende. Die gängigen Längen der Kurzführer sind 30 cm – 60 cm, abhängig von der Höhe des Hundes. Für kleine Hunde eignet sich ein Kurzführer nicht, da dieser in der Regel am Geschirr des Hundes hängt und somit bei einem kleinen Hund auf dem Boden schleifen würde. Außerdem müsstet ihr euch beim Laufen in gebückter Stellung halten, um den Kurzführer zu halten.

In erster Linie ist der Kurzführer also dafür gedacht, ihn dauerhaft am Geschirr eures freilaufenden Hundes zu lassen, um bei Bedarf schnell eingreifen zu können und somit den Aktionsradius des Vierbeiners zu begrenzen. Außerdem eignet er sich ideal als Leinenersatz bei sehr großen Hunden, wie beispielsweise einer Deutschen Dogge, bei der die Schulterhöhe so hoch ist, dass eine Führleine am Boden schleifen würde.

Schlusswort.

Leinen – ein nicht wegzudenkendes Thema für jeden Hundebesitzer. Je nach eigener Vorliebe sowie Integrität in den Alltag muss jeder für sich und seinen Liebling auf vier Pfoten die beste Leine finden. Wir helfen euch jederzeit gern bei der Auswahl der Leinen, weiteren Fragen sowie Sonderwünschen, beispielsweise in Bezug auf die Länge der Schleppleine oder der Auswahl der Materialien. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Josie und Simi von Elbhunde