Hundebeschäftigung für Zuhause

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Oft reduzieren wir die Hundebeschäftigung und Auslastung auf den Hundekörper alleine – lange Spaziergänge, rennen, auspowern und Ball werfen ist für viele Hundebesitzer die einzig richtige Lösung. Aber stimmt das wirklich? Das richtige Maß ist natürlich je nach Hunderasse, Alter und Gesundheit unterschiedlich, aber eins ist klar: die geistige Auslastung ist mindestens genauso wichtig wie die körperliche.

Zwar werden die Tage so langsam wieder länger, aber oft ist der Frühling sehr regnerisch und nass bzw. der Sommer viel zu heiß und die Spaziergänge fallen automatisch etwas kürzer aus oder finden schneller statt. Wir wollen euch in diesem Beitrag ein paar Ideen an die Hand geben, wie ihr mit eurem Hund auch in eurer Wohnung Spaß haben und ihn artgerecht auslasten könnt. Dies soll natürlich eher eine Ergänzung als eine Alternative zu den üblichen Gassirunden sein, aber es gibt hin und wieder auch Sonderfälle, wo man die Wohnung oder das Grundstück einfach nicht verlassen darf oder kann (Stichwort Quarantäne bzw. Krankheit). Da ist die richtige Hundebeschäftigung für Zuhause besonders wichtig.

Warum ist die geistige Auslastung so wichtig?

Eine Gassirunde ohne Interaktion reicht unseren Lieblingen selten. Wir müssen sie auch mental auslasten, damit sie ein zufriedenes Hundeleben führen. Gemeinsame Übungen und Spiele stärken außerdem das Selbstbewusstsein deines Hundes und die Bindung zwischen euch. Wir kennen das von Bailey und Maya sehr gut – je abwechslungsreicher wir den Alltag durch Kopfarbeit gestalten, desto besser achten sie auf uns, sind ausgeglichener und selbstbewusster.

Achtet gerade am Beginn immer darauf, dass ihr alle neuen Aufgaben in kleine Schritte aufteilt und euren Hund unterstützt. Lobt ihn nach jedem Teilerfolg ausgiebig und lasst möglichst die negativen Worte weg, denn es geht um Spiel und Spaß. Seid zwar konsequent, aber leitet ihn in einer motivierenden Atmosphäre an und geht ggf. lieber nochmal einen Schritt zurück und baut die Übung neu auf, falls er sie nicht versteht und Fehler macht. Halte die Übungen kurz und verteile lieber mehrere Einheiten über den Tag. 5-10 Minuten reichen am Anfang komplett aus, denn es ist wirklich anstrengend für deinen Hund – gerade wenn er es vielleicht noch nicht gewohnt ist.

Das Wichtigste bei allen Aufgaben: Beende jede Trainings-/Spieleinheit mit einem Erfolgserlebnis.

Aber welche Möglichkeiten der geistigen Auslastung gibt es eigentlich? Wahrscheinlich unzählige… wir wollen euch hier die folgenden vorstellen und euch jeweils ein paar Anregungen mit Beispielen geben:

  • Hundetricks
  • Schnüffelspiele
  • Suchspiele

Wenn du mehrere Hunde in der Familie hast, kannst du auch wunderbar mit beiden trainieren und das Signale halten üben. Einen Hund legst du bei der jeweiligen Übung ins Platz und mit dem anderen beschäftigst du dich. Er muss unter der Ablenkung so lange liegen bleiben, bis du ihn wieder frei gibst.

Hundetricks als Hundebeschäftigung

„Pfote“

Wer kennt diesen Klassiker nicht? Aber kann euer Hund das auch? Mit Sichtzeichen? Hörzeichen? Oder nur mit beidem? So könnt ihr den Trick ganz einfach aufbauen: Euer Hund sitzt vor euch und ihr versteckt ein Leckerchen in euerer rechten Hand, die sich dicht über dem Boden befindet. Fordert euren Hund auf, danach zu pföteln und sagt dazu „Pfote“. Belohnt euren Hund in dem Moment, in dem er seine linke Pfote vom Boden nimmt. Haltet die Hand allmählich immer höher, bis der Hund seine Pfote bis auf Brusthöhe anhebt. Dann könnt ihr dazu übergehen, Sichtzeichen zu verwenden. Steht auf, haltet das Leckerchen hinter dem Rücken und streckt die rechte Hand aus, während ihr „Pfote“ sagt. Wenn er mit der ausgestreckten Hand pfötelt haltet sie in der Luft und belohnt ihn mit der linken Hand. Wenn er das Kommando „Pfote“ zuverlässig ausführt, könnt ihr den Schwierigkeitsgrad erhöhen und ihm „die Andere“ beibringen.

„Rolle“

Bei „Rolle“ rollt sich euer Hund in einer vollen Drehung über den Rücken. Ihr könnt den Trick ebenfalls relativ einfach aufbauen: Beginnt mit eurem Hund im Platz und kniet euch mit einem Leckerchen vor seine Nase. Bewegt dieses von seiner Nase zu seinem Schulterblatt und gebt das Kommando „Rolle“. Das dürfte euren Hund dazu bringen, sich auf die Seite zu rollen. Lobt ihn und gebt ihm das Leckerchen. Sobald euer Hund für den nächsten Lernschritt bereit ist, setzt ihr die Handbewegung bis zur Wirbelsäule fort. Dadurch sollte er sich über den Rücken auf die andere Seite rollen. Belohne ihn in dem Moment, in dem er sich auf die Seite rollt. Wenn er den Ablauf sicher beherrscht könnt ihr (zusätzlich) mit einem Handzeichen arbeiten.

Schnüffelspiele als Hundebeschäftigung

Schnüffeln ist für Hunde nicht einfach nur ein netter Zeitvertreib. Indem wir die Kommunikation zu unserem Hund über seine Nase suchen, können wir unglaublich viel erreichen: Spiel, Spaß und eine artgerechte Auslastung oder sogar Ablenkung und Entspannung.

Schon 7 – 10 Minuten Spielzeit pro Tag können je nach Kondition reichen aus, um deinen Vierbeiner artgerecht auszulasten. Den Schwierigkeitsgrad steigerst du Stück für Stück, indem du die Größe der Leckerlis variierst oder den Weg zum Leckerli erschwerst. Die gemeinsame Interaktion gibt deinem Vierbeiner Vertrauen und sorgt für eine besonders harmonische und soziale Bindung zwischen euch beiden.

Aber wie sieht so ein Schnüffelspiel eigentlich aus? Um zu testen, ob euer Hund Spaß daran hat, könnt ihr euch erst einmal etwas eigenes basteln. Nehmt dazu eine leere Küchenrolle, legt ein paar Leckerlis hinein und stopft auf beiden Seiten jeweils ein Küchentuch hinein. Dann kann es auch schon losgehen. Denkt auch hier daran, dass ihr das Spiel langsam aufbaut und euren Hund nicht überfordert.

Hat euer Hund Spaß daran gefunden könnt ihr euch bei uns im Shop gerne mal bei unserer großen Auswahl an Schnüffelspielen umsehen. Es gibt sooo viele verschiedene, da ist Abwechslung garantiert. Die Produkte von Knauder’s Best sind bei euch besonders beliebt – gerade der Schnüffelrasen sollte in keinem Hundehaushalt fehlen. Streut einfach die Leckerlis oder sogar morgens bzw. abends das gesamte Trockenfutter hinein und unterstützt euren Hund beim Wiederfinden. Die Spiele von Nina Ottosson sind auch ein echter Klassiker. Sie haben vier unterschiedliche Level – vom Anfänger zum Profi ist alles dabei und euer Hund entwickelt sich nach und nach zu einem Schnüffelmeister.

Suchspiele & Apportieren als Hundebeschäftigung

Auch Suchspiele sind viel anstrengender als ein normaler Spaziergang und machen vor allen Dingen viel mehr Spaß! Bringt euer Hund außerdem gerne Gegenstände zurück, könnt ihr das Apportieren mit dem Suchspiel gut in der Wohnung kombinieren. Der Hund muss für das Apportieren zwei Dinge lernen: einen Gegenstand ins Maul nehmen, um diesen dann zu dir zu bringen. Wirf den Gegenstand einige Meter von deinem Hund weg, den er dann zu dir bringen darf. Wir empfehlen euch dafür einen Futterdummy, da dieser durch das Futter spannender als jeder andere Gegenstand ist und nicht durch die gesamte Wohnung hüpft, wie beispielsweise ein Ball. Du kannst ihn außerdem blitzschnell aus ihm heraus belohnen und er lernt, dass es sich lohnt, ihn zu dir zu bringen und nicht damit abzuhauen. Wenn das Apportieren klappt, kannst du das gut mit einem Suchspiel kombinieren. Verstecke den Futterdummy erst etwas einfacher und in seiner Sichtweite. Gehe wieder zu ihm und schick ihn dann auf die Suche, um dir den Dummy zu bringen. Wenn das klappt könnt ihr das Schwierigkeitslevel immer weiter erhöhen und den Futterdummy immer besser verstecken und ihn in anderen Räumen oder sogar Stockwerken suchen lassen.

Wir hoffen, ihr habt ein paar neue Ideen für eure gemeinsame Hundebeschäftigung durch unseren Beitrag bekommen oder habt euch vielleicht an etwas erinnert, was ihr lange nicht mehr gemacht habt. Auf alle Fälle wünschen wir euch ganz viel Spaß bei der Auslastung in den eigenen vier Wänden.

Habt einen schönen Frühlingsanfang ✿

Sarah, Bailey und Maya von Elbhunde